Herausforderungen und Krisen
Dauernde Anpassung, Reizüberflutung und Ausgrenzung können zu großer Erschöpfung führen. Sie sind damit nicht allein – und es gibt Hilfe.
Warnzeichen kennen
- Dinge, die sonst gehen, gehen nicht mehr – etwa Einkaufen, Telefonieren, Sprechen
- häufigere Shutdowns oder Meltdowns
- Rückzug von Interessen, die sonst Freude machen
- Schlafprobleme, Erschöpfung, Hoffnungslosigkeit
Viele autistische Menschen erleben zusätzlich Ängste oder depressive Phasen. Dafür gibt es ärztliche und psychotherapeutische Hilfe – suchen Sie sie möglichst bei Menschen, die Autismus kennen.
Ein Krisenplan
Schreiben Sie in guten Zeiten auf:
- woran Sie selbst merken, dass es zu viel wird
- was Ihnen hilft und was nicht
- wen Sie anrufen oder anschreiben können
- was andere tun sollen, wenn Sie nicht sprechen können
Geben Sie den Plan Menschen, denen Sie vertrauen.
Im Notfall
- Bei Lebensgefahr: Notruf 112 (Rettungsdienst und Feuerwehr) oder 110 (Polizei). Diese Notrufnummern sind kostenlos (§ 164 Abs. 1 Telekommunikationsgesetz).
- Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen: Sprechen Sie mit jemandem, dem Sie vertrauen, gehen Sie in eine Notaufnahme oder rufen Sie die 112.
- Auch Krisendienste in Ihrer Region und die TelefonSeelsorge sind Anlaufstellen.
Selbsthilfe
Austausch mit anderen autistischen Menschen kann entlasten – gerade weil man sich dort nicht erklären muss. Was bedeutet Selbsthilfe?
Rechtsstand: Den Wortlaut der genannten Vorschriften haben wir am 20. Oktober 2026 geprüft (Bundesrecht in der amtlichen Fassung auf gesetze-im-internet.de, EU-Recht und UN-Behindertenrechtskonvention im Amtsblatt der Europäischen Union). Gesetze können sich seitdem geändert haben.