Diagnose im Erwachsenenalter
Viele autistische Menschen erfahren erst als Erwachsene, dass sie autistisch sind. Oft haben sie jahrelang gespürt, dass sie anders sind, ohne zu wissen, warum.
Warum Autismus lange unerkannt bleibt
- Viele haben gelernt, sich anzupassen und ihre Schwierigkeiten zu verbergen („Masking“). Das kostet viel Kraft.
- Bekannte Vorstellungen von Autismus passen nicht zu allen. Nach den Erfahrungen vieler Betroffener wird Autismus besonders bei Mädchen und Frauen häufig übersehen.
- Manchmal werden zuerst andere Diagnosen gestellt, etwa wegen Erschöpfung, Ängsten oder Depressionen.
Gut vorbereitet in die Diagnostik
- Schreiben Sie auf, was Ihnen im Alltag schwerfällt und was Ihnen hilft – mit Beispielen.
- Suchen Sie Unterlagen aus der Kindheit heraus, zum Beispiel Zeugnisse mit Bemerkungen.
- Fragen Sie, ob eine vertraute Person über Ihre Kindheit Auskunft geben kann.
- Nehmen Sie eine Begleitperson mit, wenn Ihnen das hilft.
Nach der Diagnose
Viele erleben Erleichterung, manche auch Trauer oder Wut über verlorene Jahre. Alles davon ist verständlich. Der Austausch mit anderen, die das kennen, hilft vielen. Was bedeutet Selbsthilfe?
Ob Sie die Diagnose bei der Arbeit mitteilen, ist Ihre Entscheidung. Am Arbeitsplatz